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Druck und Tauchen Druckausgleich Als Druckausgleich wird der Vorgang bezeichnet, bei dem in zwei oder mehr getrennten, mit demselben Medium gefüllten Räumen der gleiche Druck hergestellt wird. Das Medium kann entweder ein Gas oder eine Flüssigkeit sein. In den meisten Fällen wird der Druckausgleich durch den Transport von Medium zwischen einem oder mehreren der genannten Räume und der Umgebung bewerkstelligt, oder durch Transport zwischen den Räumen. In den allermeisten Fällen handelt es sich bei dem Medium um Luft. Beim Tauchen entsteht im Mittelohr ein Unter- bzw. Überdruck im Vergleich zur Umgebung (Wasser). Das Mittelohr ist durch die so genannte Ohrtrompete (Eustachische Röhre) mit dem Rachen verbunden, allerdings ist diese Tube im Normalfall verschlossen, öffnet sich nur beim Schlucken, sodass ein Druckausgleich herbeigeführt werden kann. Alternativ kann beim Tauchen durch Ausatmen in die zugehaltene Nase durch den erhöhten Druck im Rachenraum ein Druckausgleich hergestellt werden. Diese Form des Druckausgleichs nennt man auch Valsalva-Versuch. Unterdruck Als negativen Überdruck (im Volksmund auch Unterdruck) bezeichnet man den Zustand des niedrigeren Drucks in einem Gefäß oder Behälter. Ein Unterdruck herrscht, wenn der Druck des Mediums, das ein geschlossenes Gefäß umschließt, größer ist als der Druck innerhalb des Gefäßes. Da es keinen festgelegten Wert gibt, ab dem man einen Druck als positiven oder negativen Überdruck bezeichnet, sollte man stets mehrere Werte eines Drucks in Relation setzen, d.h. sie als "höheren" oder "niedrigeren" Druck bezeichnen. In aktuellen Normen wird der Überdruck als relativer Druckwert zum Luftdruck verwendet. Dieser ersetzt im negativen Bereich den Begriff Unterdruck. Ein Unterdruck herrscht beispielsweise auch beim Staubsauger, es wird ein Unterdruck im Inneren des Gerätes erzeugt, sodass die Luft am Ende des Schlauches eingesogen wird. Bei Strömungen spielt die Druckdifferenz eine entscheidende Rolle. Wenn sonst gleichbleibende Bedingungen herrschen, steigt die Strömungsgeschwindigkeit in Richtung des Druckabfalls mit der Höhe des Unterdruckes proportional an. Auf der Erde ist ein Maximaler Unterdruck von 1Bar möglich. Blaukommen Blaukommen ist ein Fachbegriff aus der Frühzeit der Taucherei. Beim Helmtauchen kann es unter Umständen zu einem Druckabfall im Anzug kommen. Dafür gibt es mehrere Ursachen: Wenn der Abstieg zu schnell erfolgt und der Druckausgleich nicht gelingt, wenn der Luftversorgungsschlauch defekt ist oder reißt, wenn das, in der Regel federgesteuerte, Auslassventil nicht mehr schließt. In diesen Fällen wird durch den erheblichen umgebenden Wasserdruck der Körper des Tauchers zusammengepresst, im ungünstigsten Fall regelrecht in den Helm „gequetscht“, und sein Blut wird in den Kopf gedrückt. Dadurch läuft das Gesicht des verunfallten Tauchers blau an. Es tritt auch auf, wenn beim Abtauchen in einem Trockentauchanzug nicht ausreichender Druckausgleich stattfindet, so dass Falten in dem Tauchanzug zu Quetschungen und somit blauen Flecken führen. Man spricht in diesem Fall auch von einem Anzug-Squeeze. Barotrauma Ein Barotrauma (aus dem griechischen Wörtern τραύμα traúma für Wunde und βάρος báros für Schwere oder Gewicht zusammengesetzt, entsprechend Druckverletzung; englisch barotrauma) ist eine Gesundheitsstörung, die durch Änderungen des Umgebungsdrucks und dessen Auswirkungen auf luft- oder gasgefüllte Hohlräume und deren Hüllen bei Lebewesen einschließlich des Menschen verursacht wird. Neben dem Ausmaß der Druckänderung ist auch die Geschwindigkeit der Druckänderung für das Entstehen eines Barotraumas verantwortlich. Beim Menschen können alle luft- oder gasgefüllten Hohlräume und deren Umhüllung betroffen sein, unabhängig davon, ob die Hohlräume natürlichen, künstlichen oder krankhaften Ursprungs sind. Hierzu zählen Lungen, Mittelohr (Trommelfell), Nasennebenhöhlen, Karieshöhlen und gasgefüllte Hohlräume zwischen fest anliegenden Kleidungsstücken und Haut (zum Beispiel Taucheranzug oder Gesichtsmaske). Entsprechend der betroffenen Hohlräume werden verschiedene Formen von Barotraumata (oder Barotraumen) unterschieden. Im engeren Sinne werden mit Barotraumata Schädigungen bezeichnet, welche durch die Exposition gegenüber Überdruck entstehen. Barotraumata entstehen aber auch durch Exposition gegenüber Unterdruck. Medizinische Bedeutung hat das Barotrauma mit unterschiedlichen Formen beim Tauchen, Fliegen und der maschinellen Beatmung. Auch die medizinische Anwendung von Überdruck (im Rahmen der hyperbaren Sauerstofftherapie oder Rekompressionsbehandlung) und Unterdruck können zu Barotraumen führen. Pendelatmung Das Problem der Pendelatmung spielt vor allem im Tauchsport eine Rolle. Wird beim Tauchen mit Schnorchel ein zu langes Rohr verwendet, kommt es zur Pendelatmung. Die eingeatmete Luft wird ausgeatmet, kann aber aufgrund der Länge des Atemrohrs nicht komplett ausgeblasen werden, sondern bleibt größten Teils im Schnorchel „stehen“. Beim nächsten Atemzug wird die verbrauchte Luft wieder eingeatmet, sie pendelt also zurück. Die Pendelatmung führt meist schon nach wenigen Atemzügen durch zu hohem Kohlendioxidanteil zur Bewusstlosigkeit. Aus diesem einfachen Grund, der im wesentlichen durch das Lungenvolumen des Tauchers bestimmt wird, sind die Maße eines Schnorchels immer auf 35 cm Länge und 2 cm Durchmesser beschränkt. Das ergibt ein Volumen von ca. 0,25 l Luft, was in etwa der Hälfte eines normalen Atemzuges von 0,5 l entspricht. Theoretisch könnte das Problem der Pendelatmung bei einem überlangen Schnorchel durch ein Rückschlagventil mit Seitenauslass gelöst werden, wodurch die verbrauchte Atemluft direkt ausgestoßen werden könnte. Unter diesen Umständen würde die Atemluft im Schnorchel immer frisch bleiben, da nur angesaugt würde. Allerdings treten dann hierbei, durch die größere Tiefe, ein Unterdruck im Schnorchel und in der Lunge auf. Dieser würde durch Flüssigkeitsansammlung in der Lunge das Ersticken inneres Blaukommen bzw. durch Blutansammlung im Brustkorb eine Überlastung des Herzens bewirken, was zum Tod führen kann. Die Schnorchelatmung ist also nur im oberflächennahen Wasserbereich von Bedeutung, und hier kann die Länge des Schnorchels ohnehin begrenzt sein. PADI 5 Star National Geographic Instructor Development Center. 198/12 Rat-U-Thit Road, Patong, Phuket, Thailand. 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