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Druckkammer Die fälschlich genannte Dekompressionskammer, richtig Rekompressionskammer, ist eine luftdichte Druckkammer zur kontrollierten Steigerung und Absenkung des Luftdrucks (Rekompression und Dekompression). Sie dient bei Berufstauchern nach dem Einsatz zur vorschriftsmäßigen Anpassung Der Aufenthalt in der Rekompressionskammer kann nach langen und tiefen Taucheinsätzen mehrere Stunden betragen. Besonders wichtig ist die Rekompressionskammer zur Behandlung von Dekompressionsunfällen von Tauchern, die zu schnell aus der Tiefe an die Oberfläche aufgetaucht sind. Der verunglückte Taucher muss sich so schnell wie möglich - spätestens 2 Stunden nach dem Unfall - in die Rekompressionskammer begeben, wo er unter erhöhtem Druck reinen Sauerstoff atmet. Während der Druck in der Rekompressionskammer langsam gesenkt wird, kann der hohe Stickstoffgehalt im Blut langsam abgebaut werden. Gelingt dies nicht, entwickelt sich mit großer Wahrscheinlichkeit eine Gasembolie, da der Stickstoff infolge des niedrigeren Umgebungsdruckes aus der Lösung im Blutplasma in die Gasphase übergeht. Die dabei entstehenden Bläschen können wichtige Arterien verstopfen und das dahinterliegende Gewebe dadurch zum Absterben bringen. Im Rahmen der hyperbaren Sauerstofftherapie finden Rekompressionskammern auch noch weitere Verwendung, z. B. bei Kohlenmonoxid-Vergiftungen oder Gasbrand-Infektionen. Hyperbare Sauerstofftherapie Die hyperbare Oxygenierung (HBO) (Alternativbezeichnungen: hyperbare Sauerstofftherapie, HBO-Therapie; englisch: hyperbaric oxygen therapy; HBO2, HBOT) ist eine Therapieform, bei der Sauerstoff (zumeist 100%iger Anteil in der Einatemluft) unter einem erhöhten Umgebungsdruck (der Luftdruck ist höher als der normale Atmosphärendruck) für definierte Zeiträume und Intervalle einem Patienten systemisch (hier: durch Einatmung) zur Anwendung kommt. Durchführung
Der erhöhte Umgebungsdruck (Überdruck) wird dabei typischerweise durch eine Druckkammer etabliert. Es werden prinzipiell unterschieden: - Einpersonendruckkammer: in diesen besteht die „Kammerluft“ zugleich aus dem Atemgas (typischerweise hier 100 % Sauerstoff) - Mehrpersonendruckkammer: in diesen besteht die Kammerluft nicht aus dem Atemgas. Dieses muss über separate Atmungssysteme zugeführt werden. Die systemische Zufuhr von Sauerstoff kann auf mehrere Weisen realisiert werden:
- Atmung über eine Gesichtsmaske - Atmung über ein so genanntes Kopfzelt - Atmung über einen Tubus (Endotrachealtubus, Pharyngealtubus) Die Durchführung einer hyperbaren Sauerstofftherapie ist somit
auch bei maschinell beatmeten Patienten möglich. Hierzu sind allerdings speziell zertifizierte Beatmungsgeräte erforderlich. PADI 5 Star National Geographic Instructor Development Center. 198/12 Rat-U-Thit Road, Patong, Phuket, Thailand. Phone: (+66) 076292052 Fax: (+66) 076293034
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